02. Februar 2009, 20:06 Uhr
Avatar Kommentar bei Magerfettstufe
  von Sven abgelegt
  unter Gedanken

Folgendes hab ich hier kommentiert.

Hi,
ich les schon ne Weile hier mit und möcht mal sagen: Tolles Blog - wirklich.

Ich wollte erst einen eigenen Artikel verfassen und dann nur trackbacken, aber der wäre zu spezifisch eine Antwort auf deinen Artikel, deshalb kommentiere ich lieber etwas ausgiebiger ;)

Microblogging killt Bloggen, soweit deine Kernaussage - und Ja, ich stimme dir vollkommen zu. Andererseits darf man aber die Vorteile des Microblogging nicht unterschätzen. Oftmals sind es ja nur Gedanken die in wenige Worte zu fassen sind und für die ein ganzer Artikel in nem Blog oversized wirken würde (ok, ich mach selbst sowas, bspw. als Erinnermich).
Wäre Janis Krums ein Blogger der sein Handy zum bloggen nutzen würde, dann hätten wir sicher sein Foto vom A320 auf dem Hudson River auf seinem Weblog gefunden, aber - hätte es sich auch derart schnell verbreitet - ich denke eher nicht. Ob es das muss sei mal dahingestellt. Generell hat die Information, DASS etwas derartiges geschehen ist ihre Berechtigung.

Als schnelle Infomedium ist Microblogging sicher nützlich, als ergänzung zum bloggen bestimmt auch, als Ersatz sicher nicht. ABER: haben wir uns nicht alle schon einmal über Trittbrettfahrer aufgeregt, für die bloggen nur was mit ‘in’ sein zu tun hat? über Leute die ausschliesslich schwafeln und rein garnichts beitragen? Leute für die Trackbacks immernoch Firlefanz sind? Ich hab sie zu Hauf erlebt, Blogs mit 5 oder 15 Einträgen und dann verlassen und vergessen.

Ich glaube, dass eben diese Möchtegern Blogger aus der Blogosphäre mehr und mehr verschwinden, sofern sie überhaupt mal ein Teil davon gewesen sind. Ich bin davon überzeugt, dass es im Moment für den Ein oder Anderen hip ist, zu twittern (zu microbloggen, bei welchem System auch immer). Der Blogosphäre bleiben diese Leute erspart - hoffentlich…

Man kann darüber diskutieren ob Microblogging sinnvoll ist, man kanns aber auch einfach lassen. Die Diskussionen sind eh endlos und im Web zu Hauf zu finden. Für mich ist Microblogging sinnvoll. Im Moment schaff ichs kaum n ordentlichen Artikel zu schreiben, via Twitter meine Gedanken zu archivieren ist da eine kleine Hilfe.
Auch bin ich gern informiert und wenn man erstmal bemerkt hat, dass jemand nur Müll schreibt, den man followed und ihn dann wieder kickt - dann gehts. Letztlich kann ich ja entscheiden, wessen geistigen Müll ich lese und wessen nicht.

Alles in Allem: Microblogging ist für Microblogger, bloggen für Blogger
Ich versuchs etwas zu kombinieren ;)

Aber, und das muss ich zugeben, dein Artikel regt zum Nachdenken an. Wiedermal ein Grund, hier aufmerksam mitzulesen

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